Sicheres Passwort – wozu überhaupt?

Immer wieder erfahren wir in den Medien von neuen Hacking-Skandalen. Vertrauliche Userlisten oder sogar ganze Login-Informationen inkl. Benutzername und Passwort werden geleakt. Doch hilft ein starkes Passwort überhaupt? Und wie manage ich all meine Passwörter?

Welche Risiken bergen unsichere Passwörter überhaupt?

Die meisten der im Internet verwendeten Passwörter sind zu schwach, das war schon vor Jahren so und hat sich bisher auch nicht merklich verändert. Ein starkes Passwort ist selbstverständlich nicht die Lösung für sämtliche Sicherheitslücken im Netz. Besonders Keylogger (eingeschleuste Programme die aufzeichnen was in der Tastatur eingetippt wird) oder Phishing Attacken (zum Beispiel durch Links in gefälschten Emails) können damit nicht verhindert werden. Der grösste Teil der Hackerattacken geschieht aber nachwievor über Brute-Force. Sprich, ein Programm testet alle möglichen Passwörter in Höchstgeschwindigkeit aus. Dabei werden natürlich die meistverbreiteten Passwörter als erstes geknackt. Würden alle User im Internet sichere Passwörter verwenden, wäre es um ein vielfaches schwieriger, in einem ganzen System eine Schwachstelle zu finden.

Wie setzt sich ein sicheres Passwort zusammen?

Das beste Passwort ist ein rein zufälliges Kennwort, bestehend aus allen Zeichen und Sonderzeichen, die Ihre Tastatur hergibt. Wie zum Beispiel Xe?y!mp89%. Je mehr Zeichen, desto sicherer ist das Passwort. Zum Vergleich: ein einfaches Passwort, wie "Katze" oder "Sommer", welches im Wörterbuch zu finden ist, ist bereits innert wenigen Sekunden geknackt. Um ein 13-stelliges Passwort zu knacken - vorausgesetzt Sie nutzen ein Passwort, das aus Zahlen, Klein- und Großbuchstaben besteht - bräuchte man eine prognostizierte Zeit von 3.025.880 Jahren. 

Und wie soll ich mir bitte diese komplizierten Passwörter merken?

Um ein sicheres Passwort trotzdem benutzerfreundlich zu gestalten, generieren Sie es doch einfach aus einem Satz, den Sie sich gut merken können und merken Sie sich die Anfangsbuchstaben. Diese Anfangsbuchstaben kombinieren Sie mit Sonderzeichen und Zahlen. Zum Beispiel: "Ich wollte schon immer Informatiker werden!" = IwsiIw!1978. Voilà, schon haben Sie ein ziemlich sicheres Passwort.

Wenn Ihnen dazu die Kreativität fehlt, benutzen Sie doch einfach ein Passwort-Tool. Davon gibt es unzählige auf dem Markt, die sowohl als Desktop-Applikation, als auch als Mobile-App verfügbar sind. So speichern Sie alle ihre Logins und müssen sich weder Benutzernamen noch Passwörter merken. Warum kompliziert, wenns auch einfach geht! :-)